Die Budget Methode

Die Budget Methode Teil 1: Vermögen

Die Budget Methode organisiert deine privaten Alltagsfinanzen, dafür ist sie gedacht. Mit ihrer Hilfe gewinnst du die Kontrolle darüber, was reinkommt, was rausgeht und was zum Schluss übrig bleibt. Du kannst sie komplett anwenden oder Teile davon, so wie es für dich am besten passt.

Da das Thema in bisschen umfangreicher ist, mache ich daraus eine kleine Artikelserie und dies ist der erste Teil. Das kommt in diesem Artikel auf dich zu:

  1. Einleitung
  2. Gewinne einen Überblick über deine Finanzen
    1. Wieviel Vermögen habe ich?

Einleitung

Ich möchte dich mit dieser Artikelserie dazu motivieren, die Budget Methode für dich zu nutzen:

Denn wenn du nicht die Kontrolle über dein Geld hast, dann hat dein Umgang mit Geld die Kontrolle über dich. Dann bestimmst nicht du, ob du in Urlaub fährst oder ob du dir einen neuen Fernseher kaufst, sondern dein Bankkonto. Andersrum wäre es besser.

Ich möchte dir helfen, Geld zu sparen (von dem du vielleicht gar nicht wusstest, dass du es hast), es gewinnbringend anzulegen und so ein kleineres oder größeres Vermögen aufzubauen.

Wie also geht es los mit der Budget Methode?

Gewinne einen Überblick über deine Finanzen

Mache zuallererst eine Aufstellung all deines Vermögens und all deiner Schulden. Der Witz liegt hierbei gleich in mehreren Punkten:

  • Du konfrontierst dich mit den Tatsachen. Es geht nicht mehr um „gefühlte“ Summen, sondern um reale. Und wenn du inneren Widerstand erlebst, dich der Realität zu stellen (was wohl eher bei Schulden als bei Vermögen der Fall ist) dann musst du diesen Widerstand zuerst überwinden, um an die Zahlen zu kommen. Hierfür gibt es zu gegebener Zeit noch einen guten Tipp.
  • Du weißt, wo du was findest. Wo sind die Dokumente, wie sind die Zugangsdaten? Um eine genaue Aufstellung zu machen, musst du an alle Konten erst einmal herankommen. Und wenn diese Zugangsdaten übersichtlich vorliegen, dann ist die Schwelle, dich mit deinen Finanzen auseinanderzusetzen, deutlich niedriger.
  • Und das offensichtliche: Du verschaffst dir einen Überblick über den IST-Zustand deines Vermögens oder deiner Schulden.

Solltest du nicht über Vermögen verfügen oder keine Schulden haben, kannst du die entsprechenden Abschnitte auch überspringen. Oder sie natürlich aus Interesse trotzdem lesen.

Wieviel Vermögen habe ich?

Zu deinem Vermögen zählt zunächst einmal das Geld, das du auf deinem Girokonto hast. Wenn du angestellt bist, dann nimm hier den Betrag, der direkt vor einer Gehaltszahlung auf dem Konto ist. Dieses Geld ist dann wahrscheinlich übrig und wird nicht durch den Alltag verbraucht.

Dazu kommen nun weitere Konten, die du vielleicht besitzt, zum Beispiel ein Festgeld Konto, ein Aktiendepot, ein Fonds Sparplan oder ein Sparbuch, dergleichen. Außerdem auch Versicherungen, in denen sich Vermögen angesammelt hat, wie eine Kapital Lebensversicherung, eine Riester Sparplan u.s.w.

Wenn du über Sachwerte verfügst, die nicht zur Nutzung oder zum Verbrauch bestimmt sind, dann zählen sie zu deinem Vermögen hinzu. Die Goldmünze in der Schublade gehört wahrscheinlich dazu. Hat sie dir aber dein Opa geschenkt und du würdest sie um nichts in der Welt verkaufen, dann gehört sie nicht dazu.

Ein Laptop, das du solange benutzen möchtest, bis es kaputt ist, zählt nicht hinzu. Hast du dir aber gerade einen neuen Laptop gekauft und möchtest den alten verkaufen, dann gehört der alte selbstverständlich dazu. Wie weit du hier den Rahmen ziehen möchtest, bleibt dir überlassen. Jedes verkaufbare Micky Maus Heft bei eBay nachzuschlagen ist aber vermutlich übertrieben.

Deine Außenstände gehören zu deinem Vermögen, das ist zum Beispiel Geld, dass dir ein Freund schuldet (jedenfalls so lange es eine gute Chance gibt, dass du es auch zurückerhältst), oder ein Stapel Arztrechnungen, die du noch bei der Krankenkasse einreichen musst.

Zu deinem Vermögen zählen natürlich auch etwas exotischere Anlagen, wie Bitcoins, Peer2Peer Kredite, Pokémon Karten oder ein altes Renaissance Gemälde, das die ganze Zeit in der Küche hing.

Während vermietete Immobilien ganz sicher zu deinem Vermögen zählen, ist das bei selbstbewohntem Eigentum dir überlassen, ob du es mit aufnimmst. Wahrscheinlich wirst du es erst einmal nicht verkaufen wollen, du wohnst ja drin, dann ist es erst einmal auch egal, ob es 200.000 € oder 700.000 € Wert ist. Hier geht es ja um die Alltagsfinanzen und nicht um die Rentenplanung, das sind zwei paar Schuhe.

Letztendlich solltest du so lange alles erfassen, bis du das Gefühl hast, einen guten und umfassenden Überblick über deine aktuelle Vermögenssituation zu haben.

Ergebnis: Du hast eine Liste, auf der alle deine Vermögenswerte in Euro erfasst sind.

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