Die Budget Methode

Die Budget Methode Teil 5: Organisiere deine Finanzen

Das vorhergehende Kapitel ist jetzt abgeschlossen, alle Zahlen sind erhoben, nun geht es weiter damit, wie du damit deine Finanzen organisieren kannst. Wir nähern uns dem Kern der Budget Methode. Zunächst aber wieder ein kleiner Überblick über die bisherigen Themen:

  1. Einleitung
  2. Gewinne einen Überblick über deine Finanzen
    1. Wieviel Vermögen habe ich?
    2. Wieviel Schulden habe ich?
    3. Was kommt jeden Monat rein?
    4. Was geht jeden Monat raus?
  3. Organisiere deine Finanzen
    1. Was bleibt am Monatsende übrig?

Organisiere deine Finanzen

Du hast jetzt zwei Aufstellungen: Zum einen hast du eine Liste deiner Schulden und deines Vermögens. Hieraus kannst du später ableiten, wohin du dich finanziell entwickeln willst, was deine finanziellen Prioritäten und Ziele sind und wie und wie schnell du dort hin kommen kannst.

Außerdem hast du eine Beschreibung deiner monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Damit geht es jetzt weiter, denn wir versuchen die Frage zu beantworten, was eigentlich jeden Monat übrig bleibt.

Was bleibt am Monatsende übrig?

Um das Erklärte ein bisschen plastischer darstellen zu können, habe ich mir einige sog. Personas ausgedacht, das sind in meinem Fall virtuelle Personen, die beispielhaft für bestimmte finanzielle Lebenssituationen stehen.

Die Persona, die ich im folgenden als Beispiel heranziehen werde ist Karoline Sorgenlos. Sie ist 35 Jahre alt, lebt alleine, hat keine Kinder und kein Auto. Karoline arbeitet in einem durchschnittlich bezahlten Bürojob und hilft sehr gelegentlich in einer Bäckerei aus. Außerdem hat sie etwas Geld angespart und ein kleines Aktiendepot, um für’s Alter vorzusorgen. Netterweise erlaubt Karoline uns einen detaillierten Blick in ihre Finanzen.

Also, wir rechnen erst einmal konservativ, d.h. wir gehen von dem aus, was Karoline garantiert jeden Monat an Geld zur Verfügung hat, das ist ihr fixes Einkommen, nach Steuern, so wie es auf ihrem Girokonto landet und ihr zur freien Verfügung steht:

Karolines fixes Einkommen

Karoline hat pro Monat also 2.500 € zur Verfügung. Dem gegenüber stellen wir jetzt ihre monatlichen Ausgaben. Ihre variablen Kosten können wir noch nicht ohne weiteres erfassen, das kommt beim nächsten Mal, ihre Fixkosten können wir aber schon gegenrechnen:

Karolines Fixkosten

Insgesamt ergeben sich für Karolines fixe Ausgaben also folgende Summen:

Karolines Fixkosten zusammengefasst

Da könnte man sich denken: Ist ja sensationell! Die Dame hat ein monatliches Einkommen von 2.500 € und Ausgaben von 1.041,39 €, da ist sie ja mit 1.458,61 € jeden Monat satt im Plus!

Leider fehlen aber noch drei wichtige Kategorien, die sich über variable Kosten abbilden:

  • Lebenshaltungskosten (Essen, Hygiene, Kleidung, usw.)
  • Rücklagen & Sparen (Geld für den Notfall, Reparaturen oder Ersatz für kaputt gegangene Dinge, Anschaffungen, Urlaub, usw.)
  • Geldanlagen (Aktien, Gold, was auch immer)

Alle variablen Kosten sollten sich einer dieser drei Kategorien zuordnen lassen. Und sinnvollerweise betrachten wir diese drei Kategorien unabhängig voneinander. Beginnen tun wir mit den Lebenshaltungskosten, die bilden wir über ein spezielles Budget ab: Das Haushaltsgeld.

Dazu aber mehr beim nächsten Mal..

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