Die Budget Methode

Die Budget Methode Teil 3: Einnahmen

In den ersten beiden Teilen der Budget Methode haben wir besprochen, wie du einen Überblick über dein Vermögen und/oder deine Schulden gewinnen kannst. In diesem und dem Folgenden Teil geht es darum, was sich Monat für Monat daran verändert: Einnahmen und Ausgaben.

Zunächst aber ein kleiner Überblick, was bisher in der Budget Methode besprochen wurde:

  1. Einleitung
  2. Gewinne einen Überblick über deine Finanzen
    1. Wieviel Vermögen habe ich?
    2. Wieviel Schulden habe ich?
    3. Was kommt jeden Monat rein?

Was kommt jeden Monat rein?

Dies sind die berühmten Einkommensströme, von denen oft die Rede ist und die auch bei mir in dem einen oder anderen Artikel vorkommen werden. Tatsächlich gibt es zwei Arten von Einkommen, das fixe Einkommen und das variable Einkommen.

Fixes Einkommen, das sind alle Einkommensströme, mit denen (bis auf weiteres) regelmäßig zu rechnen ist. Bricht ein solcher Einkommensstrom weg oder verändert sich – gerne auch zum Guten mit zum Beispiel einer Gehaltserhöhung – muss die Liste der Einkommensströme entsprechend angepasst werden.

Erstelle also zunächst diese Liste mit all deinen fixen Einkommensströmen. Wie die gesamte Budget Methode bezieht auch sie sich auf einen monatlichen Wert. Hast du nur einen Jahreswert, dann teile ihn bitte durch zwölf.

Bei den meisten, wie auch bei mir, ist das Gehalt der wichtigste Einkommensstrom. Wenn dein Gehalt schwankt, weil du zum Beispiel ab und an einen Bonus bekommst oder Sonderschichten schiebst, kannst du konservativ vorgehen (wie ich es mache) und nur den Teil deines Gehalts zum fixen Einkommen zählen, den du garantiert erhältst. Der Rest zählt dann zum variablen Einkommen.

Oder du bist etwas mutiger und rechnest auch noch den Teil zum fixen Einkommen dazu, den du sehr wahrscheinlich erhältst, zum Beispiel Urlaubs- und Weihnachtsgeld. In einem solchen Fall zählst du die Einnahmen für ein komplettes Jahr zusammen und teilst das Ergebnis durch zwölf. Dieser monatliche Durchschnittswert ist dann dein fixes Einkommen bezogen auf dein Gehalt.

Auch als Selbständiger wirst du dir eine Art „Gehalt“ auszahlen, als regelmäßige Entnahme aus dem Firmenvermögen. Und auch hier gilt: Schwankt die Entnahme, dann rechne vorzugsweise konservativ nur die Summe zum fixen Einkommen, die dir garantiert jeden Monat zur Verfügung steht – oder du bildest wie oben beschrieben einen Durchschnitt. Besser wäre es allerdings, wenn du diesen Durchschnitt bereits auf Seiten deines Firmenkontos bilden würdest und dir so jeden Monat privat dieselbe Summe auszahlst.

Bitte erfasse alle Werte möglichst genau, sei nicht zu vorsichtig und auch nicht zu optimistisch, alle Werte können jederzeit angepasst werden. Und mach dir auch keine Sorgen darüber, dass bei unregelmäßigem Einkommen die monatlichen (Durchschnitts-) Werte nicht dem entsprechen, was tatsächlich in einem Monat reinkommt, darum kümmern wir uns später, wenn es an die Budgets geht.

Neben dem Gehalt zählen auch Mieteinnahmen, Dividenden und Zinsen zum fixen Einkommen. Falls du ein Nebengewerbe betreibst, zählen daraus resultierende regelmäßige Entnahmen ebenfalls dazu.

Es zählen auch alle anderen regelmäßige Einnahmen zum fixen Einkommen, wie etwa Renten, Bafög oder Arbeitslosengeld, genauso Kindergeld oder Blindengeld und vieles mehr. Alles, was regelmäßig auf deinem Girokonto landet, so dass du frei darüber verfügen kannst.

Das variable Einkommen kommt, wann es kommt und wenn man Pech hat, kommt es nicht. Hierzu zählen zum Beispiel einmalige Einnahmen aus eBay-Verkäufen, vom Flohmarkt oder auch Geldgeschenke, Lottogewinne, dergleichen. Alle einmalige Einnahmen zählen zum variablen Einkommen. Da sie in der Regel nicht planbar sind, kann man sie auch nur schwer in eine finanzielle Planung integrieren. Notiere dir aber bitte trotzdem, wenn du in Zukunft ein konkretes variables Einkommen erwartest.

Ergebnis: Du hast eine Liste all deiner verschiedenen, fixen Einkommensströme auf Monatsbasis. Hinzu kommen Überlegungen, bei welchen Ereignissen ein variables Einkommen in welcher Höhe zu erwarten ist.

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